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120 Sterne bis zur Glückseligkeit

13. Dezember 2007

Im Laufe der letzten Jahre haben sich viele Spielserien auf den verschiedensten Konsolen etabliert. Doch gibt es, neben Zelda, nur eine Reihe, die mit einer neuen Konsole so sehnsüchtig erwartet wird: Mario. Trotz seines kindlichen Charmes ist Super Mario für mich immer noch das Sinnbild für Videospiele. Das gilt vor allem auch für den neuesten Teil: Super Mario Galaxy.

Das Spiel beginnt wie jeder Mario-Teil. Prinzessin Peach wird entführt und der italo-amerikanische Klemptner mit der Piepsstimme muss sie retten. Klingt zunächst einmal abgedroschen, doch bildet diese Ausgangssituation wie immer nur den Rahmen für ein irrwitziges Abenteuer, welches sich diesmal statt nur in einer Welt im Weltraum abspielt. Also fliegt man von Planet zu Planet, von Galaxie zu Galaxie, um die notwendigen Sterne zu sammeln und am Ende die Prinzessin retten zu können. Zwischen Eiswelt und Lavaplanet nutzten die Entwickler eine riesige Bandbreite an Einfällen, um die einzelnen Level einzigartig zu gestalten. Das Spiel ist lang, trotzdem kommt nie Langeweile auf.

Neben der Hatz nach den Sternen wird auch noch eine Geschichte in der Geschichte erzählt, die mich vor allem durch das Bilderbuch, in der sie erzählt wird, an „Der kleine Prinz“ erinnert. So bekommt Mario Galaxy etwas Märchenhaftes, dass sich auch oft in den einzelnen Welten widerspiegelt. Ein absolutes Highlight ist in dem Zusammenhang die Musik des Spiels. Selten habe ich in einem Videospiel so gute und vor allem abwechslungsreiche musikalische Untermalung erlebt. Von den klassischen Mario-Melodien im neuen Gewand bis hin zu klassischer Musik (der Walzer auf der Sternwarte) ist alles dabei und verstärkt den zauberhaften Gesamteindruck.

Technisch ist das Spiel eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers Mario 64 (über Mario Sunshine sollte gnädig der Mantel des Schweigens gelegt werden). War der Sprung in die dritte Dimension damals noch neu und die Möglichkeiten nicht voll ausgelotet, bewegt sich Mario nun in 3D, als ob es nie etwas anderes gegeben hätte. Oft wird mit der Perspektive gespielt, um den Spieler etwas zu verwirren. Doch immer nur soweit, dass es nicht an Frust grenzt, und der Spaß gewahrt bleibt. Die Steuerung ist wie immer tadellos, technische Mängel sucht man vergebens. In Rezensionen wurde manchmal die Kamera leicht kritisiert. Die Einstellung lässt sich nicht mehr frei wählen und zum Teil kann es zu ungünstigen Bildausschnitten kommen. Ich habe dies jedoch nicht als Manko empfunden, hat es doch den Schwierigkeitsgrad etwas erhöht.

Zum Glück. Denn bei allem was das Spiel richtig macht, es ist schlicht zu einfach. Habe ich in Super Mario World (SNES) so manches Mal in das Joypad gebissen, weil ich eine Stelle einfach nicht bewältigen konnte, so stellen sich hier mit einigen Ausnahmen nie größerre Probleme. Leben hat man immer genug. Schöner hätte ich es gefunden, wenn es einen stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad gegeben hätte. Und bei all der Kreativität, vor allem die Geisterwelt hat mich enttäuscht. Für mich waren dies immer mit die besten Level in den Vorgängern gewesen. Hier ist es leider nur ein kurzes Intermezzo.

Aber im Gesamtwerk sind dies nur Kleinigkeiten. Super Mario Galaxy ist ein wunderbares Spiel, voll witziger Einfälle, dass beweist, dass sich gute Videospiele eben nicht nur durch Grafik und filmische Inszenierung definieren. Mario ist mehr. Und jetzt entschuldigt mich, ich gehe auf die Jagd nach den mir fehlenden 19 Sternen.

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