Herbstkonzerte: KoЯn & Dimmu Borgir im Haus Auensee

Das ist schon eine merkwürdige Mischung nächsten Dienstag im Haus Auensee. NuMetal trifft Black Metal auf ein und derselben Bühne. Vor 10 Jahren waren KoЯn der heisse Scheiß, zu dem die Metalkids abgegangen sind, Dimmu Borgir standen eher für die alte bleiche Lederfraktion. Nicht vorzustellen, beide Bands auf einem Billing sehen zu können. Naja, ist es heute auch nicht, wenn man die Foren der Hartwurstfraktion durchliesst. Wenn es eines gibt, das den Metal “vereint”, dann sind es Scheuklappen.

Ewig das gleiche Gelaber. KoЯn seien kein echter Metal. Yada Yada. Und Dimmu Borgir sind inzwischen kein echter Black Metal mehr (stimmt!) und deswegen total untrue und so. Allein wegen solcher “Kontroversen” freue ich mich schon auf den Abend. Mal sehen, wie das Publikum reagiert. Aber mal unter uns: ich mag beide Bands sehr. Mag sein, dass KoЯn seit Jahren kein wirklich gutes Material mehr hervorgebracht haben, aber live sind sie immer noch eine Macht. Blind anyone?

Dimmu Borgir machen tatsächlich keinen Black Metal der reinen Lehre mehr. Aber der hatte sich zum Jahrtausendwechsel ohnehin schon abgenutzt, also war die weitere Entwicklung nur konsequent. Jetzt kann man vor allem die Arbeit mit Orchester und Chören als zu pathetisch und pompös abtun. Dazu ein bisschen böse kreischen, Blastbeatraserei und düster-nihilistische Texte und für mich funktioniert’s. Hat was von einer Oper in SCHWARZ.

Am Dienstag geht es also in das Haus Auensee. Das Ganze hat nur einen Haken: das Konzert ist mitten in der Woche und ich werde im Büro am nächsten Tag derbe in den Seilen hängen. Aber was tut man nicht alles für ein bisschen gute Musik. Nach dem Klick aktuelle Hörproben.

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Henne-Ei

Es gibt viel zu Kotzen über die Hartz-IV Entscheidung der Regierung von diesem Wochenende, vor dem Hintergrund anderer Entscheidungen der letzten Wochen. Denn im Grunde verhält sich Schwarz-Gelb wie eine Disco-Schlampe Samstag Nacht. Von den breiten Typen mit den dicken Muskeln lässt sie sich nicht lange bitten und macht bereitwillig die Beine breit, um sich blutig ficken zu lassen, während sie die kleinen Schmächtigen weitestgehend ignoriert. So weit, so ekelhaft.

Betrachtet man die Entscheidung, Arbeitslose weiterhin mit Niedrigstsätzen zu erniedrigen, für sich, gehen mir Bilder verhungernder Kinder in Afrika durch den Kopf, während ich das gute Essen ungenutzt wieder hochwürge. Jahrelang hieß es von Schwarz-Gelb, man bräuchte keinen Mindestlohn, weil Hartz IV defacto einen Mindestlohn darstelle. Damit stellte man Arbeitgebern einen Freibrief aus, ihren Angestellten in Bereichen wie dem Discount-Einzelhandel etc. immer weniger zu zahlen. Das wurde stillschweigend gebilligt, trotz aller Lippenbekenntnisse, dass sich Arbeit lohnen müsse. Jetzt, wo die Regierung nach dem Urteil des Verfassungsgerichts gezwungen war, an den Hartz IV Sätzen etwas zu tun, geht sie rotzfrech hin und behauptet, man müsse die Sätze an genau diesen unteren Einkommen orientieren. Dreisterweise stellen sich v.d. Leyen und Kollegen auch noch hin, als würden sie im Namen der Leute sprechen, deren prekären Einkommen man sträflich ignoriert hat.

Wie pervers ist das bitte?!

Erste Rennrad-Tour

Letzten Samstag habe ich mein neues Rennrad ausgefahren. Kann nur sagen: war super. Ausserdem war ich das erste Mal mit einem Herzfrequenzmesser unterwegs. Als ich die Lenkerbefestigung für mein Navi aus dem Karton holen wollte ist mir nach 3 Jahren mal aufgefallen, dass so ein Sensor mitgeliefert wurde. Auch nicht gerade schlecht. Jetzt muss ich mich aber erstmal einlesen, was die ganzen Werte überhaupt bedeuten und wie ich das für mich am besten nutze. Die Route seht ihr unten.

Leipzig am 16.10.2010

Der 16. Oktober wird laut und ungemütlich in Leipzig, denn für diesen Tag haben sich insgesamt 4 Nazi-Arschloch-Spacken-Demonstrationen in der Stadt angemeldet. Die Routen blockieren mehr oder weniger die gesamte Innenstadt, führen über den Ring oder von Connewitz zum Ring. Die Glatzen wollen wieder mit den Muskeln spielen, und es ist wieder Zeit ihnen zu zeigen, dass sie nur Hänflinge mit dünnen Ärmchen sind. Zwei Gegenaktionen haben sich bisher angekündigt, die eher bürgerliche “Leipzig nimmt Platz“  sowie die von der Antifa organisierte “Roter Oktober“.

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