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Argumentationshilfe

6. September 2007

Ist es Zufall, dass sich der „Deutsche Herbst“ zum 30. Mal jährt und gleichzeitig diese Terrorzelle hochgenommen wird? Wahrscheinlich schon. Dies bringt mich aber trotzdem auf eine Argumentationshilfe gegen die überzogenen Forderungen nach stärkeren Sicherheitsmaßnahmen und den damit einhergehenden Beschneidungen der Freiheit in diesem Land.

Vor dreißig Jahren blieb der Staat trotz schlimmer Verluste hart und ließ sich nicht erpressen. Menschenleben gingen drauf, weil der Staat die Freiheit aller im Blick behielt und sich und seine Bürger nicht angreifbar machen wollte. Vielleicht sollte man Schäuble, Körting, Zierke & Co. daran erinnern. Denn nichts anderes ist diese subtile Angst vor Terroranschlägen. Es ist ein schleichender Erpressungsversuch, der darauf abziehlt, die Freiheit der Bürger in diesem Land nach und nach zu begrenzen. Der Minister für Staatssicherheit Bundesinnenminister sollte mal etwas öfter einen Blick zurück werfen. Angesichts des „Jubiläums“ der Schleyerermordung bestimmt nicht so schwer. Es reicht, wenn er einfach mal abends die Glotze anmacht. Es laufen ja genug Dokumentationen.

Im Übrigen finde ich die Hysterie um die Festnahne der drei mutmaßlichen Terroristen höchst interessant. Manche Formulierungen bringen mich einfach nur zum Lachen. So schreibt die FAZ im Teaser (rechte Spalte oben) zu diesem Artikel von der „größten Polizeiaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte“. Mit Blick auf die RAF, den G8-Gipfel oder auch die WM2006 eine sehr zweifelhafte Aussage.

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