I Master Five Magics

FotoMorgen früh gehe ich zum Arzt, denn nach dieser Bluray habe ich ein starkes Pfeiffen in den Ohren und ein Schleudertrauma. Den Grund werde ich dem Arzt jedoch verschweigen, er würde es ohnehin nicht verstehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier von diesem Album schwärme. “Rust in Peace” ist in meiner persönlichen Bestenliste aller jemals erschienenen Alben ganz weit oben, auf jeden Fall das Metal-Album mit dem höchsten Ranking. Wenn ich es beschreiben sollte, müssen die anderen beiden Großen der Thrashmetal-Ära herhalten, denn es vereint die Anarchie eines “Reign in Blood” (Slayer) mit der Brillianz von “Master of Puppets” (Metallica). Und es hat die Virtuosität von Dave Mustaine.

Mit der Virtuosität im Metal ist es ja so eine Sache. Ganz oft, viel zu oft, im Grunde in fast allen Fällen kommt bei Bands mit virtuosen Musikern einfach nur Grütze raus, die einem die Ohren bluten lässt. Man höre sich nur so illustre Genres wie Power-Metal, Fantasy-Metal oder aber Fabio-Look-a-Like-Metal an. Wenn es ganz schlimm läuft, hat man dann sowas. Megadave ist eine angenehme Abwechslung. Ja, auch Megadeth-Songs haben abgefahrene Soli, aber die Riffs, DIE RIFFS! In einer wahnsinnigen Geschwindigkeit wird der Gehörgang geshreddert – und im Gegensatz zu Slayer auch noch mit so etwas wie Melodie und Struktur. Im Ernst, bei Megadeth könnte man für mich alle Instrumente (inklusive Gesang) bis auf die Gitarren ausblenden, ich wäre glücklich.

“Rust in Peace” ist der Höhepunkt dieses Könnens. Hört man sich nur “Poison Was The Cure” an. Ein Riff, dass aus den Fingern von Slash stammen könnte, aber auch nur nach einer Überdosis Speed. Was vielleicht auch erklärt, wie das Album überhaupt zu Stande gekommen ist, denn Dave Mustaine war zu der Zeit dauerhaft high. Diese Bluray (gibt’s auch auf DVD) beinhaltet ein Konzert der Tour zur Feier des 20. Geburtstags des Albums. Das komplette Album wurde gespielt, inklusive Polaris und als Bonus gibt es einige weitere Songs der Show, unter anderem mit dem fantastischen “Peace Sells”.

Die Show selber ist genau das, was man erwartet. So gut wie keine Ansagen der Band, denn sie konzentriert sich auf die wahnsinnige Musik. Der Sound ist klar und druckvoll, jeweils in 5.1 und Stereomix. Das Bild ist okay für eine Bluray enttäuschend nur 1080i, aber bis auf fliegende Finger und Haare sowie ein Knäuel aus Menschen gibt es ohnehin nicht viel zu sehen. Das Tüpfelchen auf dem I ist der Gesang von Mustaine, der nunmal echt ein mieser Sänger ist, aber hier eine ordentliche Leistung abliefert.

Diese Liveaufnahme ist purer Fanservice, aber im Ernst: eigentlich jeder, der sich auch nur ein bisschen für härtere Rockmusik interessiert, sollte zumindest das Album schon mal gehört haben. So, und jetzt tour ich mal durch das Haus, und entschuldige mich bei den Nachbarn für das Donnern von oben.

3 Minuten lang auf Ziegen gestarrt

Der Name ist die pure Verarsche. Die ganze Titel gebende Szene in “Men Who Stare At Goats” dauert gerade 3 Minuten. So ein Beschiss. Aber! Sonst ist der Film genau so abstrus, wie es der Titel vermuten lässt. Wirklich nicht für jedermann, aber ich fand ihn von vorn bis hinten gut. Man muss wirklich auf Grotesken stehen, um mit einem Lächeln aus dem Kino zu gehen. Sonst endet man so wie das Mädel neben mir, dass sich bitter bei ihrem Freund beschwerte, in was für einen Schwachsinn er sie reingeschleppt hat.

Aber hey, ein Film kann von vornherein schon nur super sein, wenn er diesen Song wieder ausgräbt. Und der Dude ist auch drin, wenn auch in alt.

Bilder aus Zürich

“Im November, da war ich mit der Misses in Zürich. Erholungskurztrip und so”
“Wie?! Du warst in Zürich, wussten wir ja gar nicht!”
“Ja, das stand da irgendwo in meinem Twitterfeed.”
“Ach, und wieso nicht in deinem Blog?!”

“Weil ich zu faul war/ keinen Bock hatte/ vor lauter Quake Live alles andere vergessen hab/ es eh niemanden interessiert.”

So da habt ihrs. Aber weil ich gerade in Bloglaune bin, haue ich hier jetzt meinen dritten Post diese Nacht raus, der aber erst erscheint, wenn ich schlafe, weil ich jetzt unbedingt diese “Vormerken”-Funktion von WordPress ausprobieren will. War schön in Zürich und so; oh ja, und Bilder gibt es auch – hier in der Galerie.

Zürich 2009

Donuts und Fat Tony

In der letzten Zeit habe ich mir wieder ein paar blaue Scheiben gegönnt. Ich werde glatt noch zum Sammler. Neueste Erwerbung ist der Simpsons Film. Dieser stieß ja auf gemischte Kritik. Ich gehöre eher der Fraktion an, die ihn, wie auch die letzten Staffeln, sehr mochte. In HD macht die Klamotte einen sehr guten Eindruck, war aber klar, Zeichentrickfilme stellen keine wirkliche Herausforderung an das Medium. Der Sound ist gut, wobei es mich wieder ein paar Minuten gekostet hat, mich an die englischen Stimmen zu gewöhnen. Als seltenes Schmankerl sind auch die Extras in HD gehalten. Ein paar entfallene Szenen, die Simpsons bei Jay Leno und American Idol sowie die diversen Trailer. Kommentare gibt es auch, die interessieren mich aber nie. Bei Amazon gibt es die Scheibe im Moment für knappe 20 Euro. Also auch noch recht günstig.

Ein paar Tage davor habe ich mir auf einem Grabeltisch Underworld geangelt. Zwar habe ich den Streifen schon zig mal gesehen, er gefiel bisher jedoch immer so gut, dass sich auch die legale Anschaffung (höhö) gelohnt hat. Der Film ist in HD eine wahre Pracht, obwohl die Bilder sehr dunkel sind, und HD technologisch bedingt fast immer Probleme damit hat. Nicht jedoch hier. Selbst wenn der Film in dunklen Räumen spielt, sind feinste Details glasklar zu erkennen. Der Sound ist bombastisch, und die Dialoge mit dem feinen englischen Akzent passen perfekt zur morbiden Stimmung. Ein schöner Film, der dank HD noch einmal ordentlich gewinnt.

Schon vor einiger Zeit habe ich mir Pan’s Labyrinth gekauft. Im Kino hatte ich den Film leider verpasst. Und obwohl die Blurayfassung wirklich recht gelungen ist, im Kino hätte der Film wahrscheinlich noch besser gewirkt. Sei es drum, der Film ist trotzdem gut. Sehr gut sogar. Und bei näherer Betrachtung sehr verstörend. Die Parabel über die Schrecken des Franco-Regimes hat etwas von Grimms Märchen, ist dabei aber noch düsterer, als es sich die Brüder je hätten ausmalen können. Das Bild ist meist sehr gut, nur in manchen dunklen Passagen verschwimmt es leicht, die Schärfe geht verloren und man glaubt fast wieder vor einer DVD zu sitzen. Dies ist jedoch nur selten und kann den Gesamteindruck nicht schmälern.

Und zu guter Letzt danke ich guido noch für diesen Tipp, der hat mir als Weihnachtsgeschenk meiner Mum die erste Sopranos-Staffel auf DVD beschert. Die ersten Folgen sind schon verdammt gut.

Blade Runner – Final Cut

Bladerunner Bradbury Interior
Bild via

Heute habe ich mir etwas gutes getan und habe die gerade erschienene Final Cut Version von Blade Runner gekauft. Auf Bluray in feinstem HD. Und was für eine Freude dieser Film jetzt ist. Endlich die Version, wie sie hätte schon vor über 20 Jahren erscheinen sollen. Seitdem hat der Film eine wahre Odyssee an Schnitten und Änderungen durchgemacht, nachzulesen in dem eigens dafür erstellten Wikipediaartikel.

Ja, der Mehrpreis der Bluray hat sich gelohnt. Das Bild ist für einen so alten Film erstaunlich scharf, der Sound und damit auch der Soundtrack einfach bombastisch. Dabei empfiehlt es sich, die englische Tonspur zu wählen, sie kommt einfach druckvoller. Dies ist wirklich die ultimative Version des Films. Kaufbefehl! Und wenn HD nicht zur Verfügung steht, die DVD Version ist bestimmt auch nicht schlecht.