Ich habe mir mal die Mühe gemacht und eine Möglichkeit geschaffen, die MTB Touren, die ich so fahre, rechts im Menü nachzuvollziehen. Unter dem passenden Namen “Letzte Touren”. Bisher sind es nur 5 Einträge, alles aus diesem Jahr, da ich mein Navi auf Gran Canaria nicht dabei hatte. Aber die Liste wird sich in nächster Zeit bestimmt noch füllen und vor allem abwechslungsreicher werden, wenn ich auch mal Touren ausserhalb von Leipzig in Angriff nehme.
Kategoriearchive: Riding Hard
Mit dem Mountainbike auf Gran Canaria ist es schön
So lässt sich mein Urlaub letzte Woche eigentlich ganz gut zusammenfassen. Dienstag bis Freitag war ich mit Rad und Guide von free-motion auf Tour. Und es sei ganz deutlich gesagt: wenn ihr auf der Insel seid und Lust habt, etwas aktiveres zu unternehmen statt nur am Pool zu hängen, dann schaut bei dem Laden vorbei. Es muss ja nicht gerade Mountainbiken sein. Quad fahren, Wandern, Radwandern oder Rennrad fahren tun es auch. Nur macht es, denn die Leute sind sehr nett und man erfährt viel über Land und Leute und am Ende auch bisschen was über sich selbst.
Aber zurück zum Urlaub. Zwar drehte sich nicht alles nur ums Biken, aber alles andere war auch weniger aufregend. Das Hotel war nett und das Essen gut. Aber eben eine Bettenburg, was mir persönlich normalerweise nicht so zusagt. Ich war zwar ein paar Mal am Pool, aber zum Strand wollte ich dann doch nicht. Zu viele Leute für meinen Geschmack. Das ist einfach nicht meins. Trotzdem, es war ein guter Ausgangspunkt für die Touren.
Auf der Südhälfte von Gran Canaria fühlt man sich wie in Afrika. Das Land ist karg, mal steppenartig, mal eher wie eine Wüste. Immer trocken, immer staubig. Und viele Berge. Der höchste Punkt der Insel liegt auf knapp unter 2000m. Die Touren führten meist bergab mit einigen Gegenanstiegen vom inneren der Insel wieder an die Küste nach Playa del Ingles. Auch wenn das Land karg ist, visuell hat es sehr starke Reize. Tiefe Täler werden von braunen Bergen eingerahmt, die sich unregelmässig wie Wände erheben. Blickt man an ihnen herauf hat man oft keinen Fixpunkt, da sie aussehen, als ob sie eine glatte Oberfläche hätten. Der Blick von oben hinunter zur Küste ist einfach atemberaubend.
Der Blick neben die Strecken runter ins Nichts auch. Die ersten drei Touren hatten zwar ihre technischen Tücken, waren aber auch für weniger geübte Fahrer zu meistern. Der Untergrund bestand meist aus feinem Geröll und Sand auf darunter liegenden Felsen. Nur die Abfahrten waren manchmal etwas tricky, weil die Strecken durch den Regen im Winter ausgewaschen wurden und der Fels blank lag, nur bedeckt durch eine dünne Staubschicht. Immer wieder lugten Felsspitzen hinaus, was die Abfahrten zu einer ruckligen, aber spaßigen Angelegenheit machte. Mir zumindest, denn ich fühlte mich so sicher, dass ich alle Hemmungen fallen liess und wie irre hinunter schoss, das Vorderrad für mehr Grip runtergedrückt und jeden Hubel für einen Sprung genutzt. Mein Mut hat mich da schon selber überrascht.
Am Freitag jedoch ging es an das Eingemachte. Startpunkt war die Spitze des Pico des las Nieves, dem höchsten Berg der Insel. Von da aus sollte es 2500 Höhenmeter hinab zur Homebase gehen. Was für ein Ritt. Steile Singletrails, unterbrochen von Stufen von bis zu 1 Meter Höhe. Extrem von Felsen verblockte Trails, steil und voller Stufen. Abfahrten also jenseits von Gut und Böse. Technisch anspruchsvoll und wahrlich nichts für Zauderer. Ich gebe zu, letztes Jahr wäre ich solchen Stellen schiebend aus dem Weg gegangen. Aber komischerweise bin ich hier mal über meinen Schatten gesprungen. Klar 1-2 Mal musste ich auch hier vom Rad, aber nicht weil ich wollte, sondern wegen technischer Fehler musste. Um es kurz zu machen: ich habe viel gelernt.
Damit ihr euch einen Eindruck verschaffen könnt (Bilder habe ich noch nicht bearbeitet, Freitag hatte ich aus Sicherheitsgründen die Cam nicht dabei), hier ein Video, dass ich schon mal getwittert hatte. Es zeigt einen Teil der Strecke vom Freitag, allerdings noch in einem “humaneren” Zustand, da im Herbst 2008 aufgenommen, also vor den Regenfällen, die sie dann weiterausgewaschen haben. Auch der Guide war über die Schwierigkeit überrascht.
So ähnlich wird es hoffentlich auf Gran Canaria
Und ich bete, dass ich mir nicht alle Knochen auf der Insel breche.
Die beste Nachricht der letzten Wochen
Und zwar so richtig die Beste! Wahrscheinlich die beste Nachricht des bisherigen Jahres! Sie macht mich stolz auf mich und ich durch sie fühle ich mich noch geiler als ich das normalerweise ohnehin schon tu. Denn! Ich war heute einkaufen, für die anstehenden Reisestrapazen brauchte ich noch eine weitere Jeans. Jetzt kommt es: vor einem Jahr musste ich mich schon in Bundweite 33 kämpfen. Heute konnte ich mir eine 31 kaufen und passe perfekt hinein. Geil, oder?
Mittlere Hausrunde
Täglich wird sich jetzt wieder über das bescheidene Wetter beschwert. Von mir wird da nichts zu hören sein, denn das Wetter macht Spaß. Zwar wird es nicht wirklich einfacher, wenn man über tiefen Boden gegen starken Wind fährt, aber es fetzt wie Sau. Heute bin ich mit Martin meine normale Runde gefahren. Mit dem Weg von mir zu Hause in den Park sind es etwas 30 Kilometer. Locker in unter 1,5 Stunden abfahrbar. Nach dem Sprung die grafische Darstellung in Google Maps und die GPX-Datei an sich.
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Kleine Hausrunde
Schon vor einiger Zeit hatte ich ein neues Spielzeug bestellt, einen Fahrradcomputer mit GPS-Funktion. Heute wollte ich ihn endlich mal ausführen. Leider hatte ich nicht so viel Zeit – blöde Spätschicht -, also fuhr ich nur meine ganz kleine Hausrunde. Das schön an GPS-Geräten sind die vielen Spielereien, die man mit den aufgezeichneten Fahrten anstellen kann. Wie folgende:
Keine gebrochenen Knochen
Das ist beste Nachricht des Wochenendes. Ich war mit Toralf und einer Gruppe von anderen Bikern im Erzgebirge, genauer gesagt in Lengefeld. Der Teil des Erzgebirges nennt sich Miriquidi. Eine sehr schöne Gegend, wellig, viel Wald, abwechslungsreiche Strecken. Mitorganisiert wurde das von David Schatzki, einem ehemaligen Downhill-Pro. Und so sahen dann auch die beiden Touren Samstag und Sonntag aus. Für mich technisch anspruchsvolle Trails und Abfahrten standen auf dem Programm. Neben David waren noch ein paar andere Freaks dabei und es war schon cool, die Jungs beim Fliegen über die steilen Hänge zu beobachten.
Da ich so anspruchsvolle Strecken nicht gewohnt bin, ging es bei mir vor allem Samstag etwas ruhiger die Pisten runter. Sonntag war ich dann schon etwas sicherer und hatte auch mehr Spaß dabei. Gelegt habe ich mich trotzdem einmal. Ein stylischer Köpper über den Lenker führte zu einem blauen Fleck auf dem rechten Oberschenkel. Aber nichts gravierendes.
Wir hatten Glück mit dem Wetter, blauer Himmel, windstill und dauerhafter Sonnenschein, so dass es wirklich ein schönes Wochenende war. Leider hat mein Bike etwas gelitten. Der Kabelzug zum Schaltwerk ist aufgerissen. Muss ich mir auf einer Abfahrt aufgeschlagen haben, habe es aber nicht direkt bemerkt. Die Schaltung funkt aber noch, also alles halb so schlimm. Anbei ein Bild, wo ich mich gerade durch ein Schlammloch quäle.
Nachtrag: Hier gibt es weitere Bilder vom Wochenende.
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