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Das war also Brüssel

7. September 2009

Über Twitter habe ich ja anklingen lassen, dass ich seit Mittwoch wieder unterwegs bin, um an verschiedenen Standorten Trainings zu geben. Von Mittwoch bis Sonntag war ich deshalb in Brüssel. Weil Arbeit allerdings vorgeht und Mittwoch wie Sonntag für An- und Abreise draufgingen hatte ich nur Samstag, um mir die Stadt tatsächlich auch mal anzuschauen.

Allerdings, viel verpasst hätte ich auch nicht. Brüssel hat ja wirklich ein paar nette Ecken und vielleicht liegt es auch ein bisschen an mir, aber ich fand die Stadt nicht wirklich atemberaubend. Ehrlich gesagt fand ich es eher bedauerlich, wie Bausünden eine Stadt so dermaßen hässlich wirken lassen können und ihr jegliche Identität nehmen. Befindet man sich mal an einer schönen Ecke, dann braucht man sich nur umzusehen und der Blick fällt meist auf eines dieser hässlichen Zweckbauten aus den 60er und 70er Jahren. Klar, da gibt es den Grand Place und ein bisschen Altstadt mit dem Manneken Pis (beides überlaufen ohne Ende), aber das war es auch schon. Museen reizen mich bei einem eintägigen Stadtbesuch nicht wirklich, das Expo-Gelände (aber ich hab das Atomium vom Zug aus gesehen, ist ja riesig das Teil) liegt zu weit außerhalb und zwei Stunden warten, um aus der Menge heraus ein gutes Bild vom Manneken Pis zu machen, ist dann auch nicht wirklich meins.

So war mein Brüssel Besuch dann doch vor allem von Arbeit, EVE-Online und Cocoa geprägt. Was auch okay war. Da habe ich wenigstens nicht viel Geld ausgegeben. Denn solltet ihr dort mal hinfahren (was sich vor allem in eine Gruppe bestimmt lohnen kann, wenn man es mit einem Besuch von Brügge verbindet), dann lasst euch gesagt sein, dass die Stadt wirklich teuer ist. Teilweise sogar sauteuer. Das europäische Parlament und damit auch die Anwesenheit von gut zahlenden Lobbyisten und anderem Geschmeiß, dass sich um Geld keine Sorgen machen muss, treibt alle Preise die Höhe.

Aber nicht alles war schlecht. Als Tipp sei erwähnt, auf dem Platz vor der Kirche Sainte Catherine einen Kaffee zu sich nehmen, unter alten Bäumen sitzend. Und wenn man vor Mittag kommt, ist dort der Fischmarkt. Den frischen Fisch kann man dann einige Zeit später in einem der vielen guten Fischrestaurants um die Ecke geniessen.

Jetzt sitze ich im übrigen gerade in Nieuwegein, ein Ort südlich von Utrecht. Hat auch was. Wie zum Beispiel den Blick aus dem Zimmer auf ein Gewerbegebiet und Restaurantpreise im Hotel jenseits von Gut und Böse. Aber der Zimmerservice ist umsonst. Immerhin.

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