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Follow the money

7. Oktober 2010

Eine kleine Pop-Exkursion. In der grandiosen Serie The Wire geht es in 5 Staffeln um verschiedene Teile der Gesellschaft in einer postindustriellen Großstadt der USA. Im Mittelpunkt stehen Polizisten, Mitglieder einer Spezialeinheit, die in verschiedenen Milieus der Stadt ermitteln. Am Anfang geht es um Drogengangs, danach wird gegen das organisierte Verbrechen ermittelt bis schlußendlich die politische und gesellschaftliche Elite der Stadt ins Fadenkreuz gerät. Immer führte das Gebot „Follow the money“, also dem Fluß des Geldes zu folgen, zu den großen Erkenntnissen.

Zurück in die echte Welt. Für mich riecht das Ganze da unten in Stuttgart nach einem Wirtschaftskrimi. Es fängt damit an, dass sich die Kosten offiziell einfach so verdoppeln, Andere Studien gehen von weiteren Steigerungen aus. Gespeist wird das ganze aus dem mehr oder weniger endlosen Steuersäckel. Es scheint keine wirkliche Kostenkontrolle zu geben, für ein Projekt, dessen Nutzen zumindest zweifelhaft und welches politisch im Grunde nicht mehr haltbar ist. Und trotzdem wird es zur Not sogar mit Gewalt durchgeprügelt. Mir werfen sich da sofort die Fragen auf, wer wirklich davon profitiert, in welcher Beziehung die Nutzniesser zu den Entscheidungsträgern stehen, in welchen möglicherweise dunklen Kanälen das Geld versickert. „Follow the money“ eben. Mich würde es nicht im geringsten wundern, wenn sich dort einige Unregelmäßigkeiten finden, die das Projekt eher stoppen lassen, als das Beharren auf einen häßlichen Bahnhof und ein paar Bäume mitsamt Käfern…

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