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Heavenly Sword

20. November 2007

Selten habe ich ein Spiel wie Heavenly Sword gespielt, bei dem ich recht traurig darüber war, dass ich mich nicht motivieren konnte, es bis zum Schluss zu daddeln. Die Geschichte rund um Nariko, ihren Clan und das Schwert ist mitreissend erzählt. Die Zwischensequenzen sind bis hin zur Lippensynchronisation (unbedingt auf Englisch umstellen!) perfekt. Emotionen lassen sich von den Gesichtern ablesen. Und gäbe es nicht schon Lara Croft, Nariko wäre ob ihrer Darstellung wahrscheinlich die neue prototypische weibliche Videospielheldin. Bis dahin alles super. Und so richtig Next Gen.

Doch leider steht Heavenly Sword für ein typisches Missverständnis von Next Gen. Man könnte fast sagen: Aussen hui, innen pfui. Denn was das Spiel in der Erzählung der Geschichte und der Präsentation richtig macht, geht im Spiel voll nach hinten los. Im Grunde ist Heavenly Sword ein Hack’n’Slay à la God of War und die wichtigsten Merkmal dieses Genres sind eine präzise Steuerung sowie abwechslungsreiche Kämpfe. Aber genau hier liegt das Problem. Das Kampfsystem ist viel zu simpel und endet meist in stumpfsinnigem Tastenkloppen. Die Kombos sind vernachlässigbar, weil man sie eigentlich gar nicht einsetzen muss. Die Gegner sind zwar oft zahlreich aber viel zu einfach. Es stellt sich nie ein Gefühl der Herausforderung ein, wie es bei God of War oft der Fall ist. Auch ist die Steuerung manchmal sehr träge und lässt die Präzision vermissen. Das macht zwar durch die Simplizität der Kämpfe wenig Probleme, trägt aber zur Langeweile bei, da man merkt, auch ohne wirklich drin zu sein, locker weiterzukommen. Die Ödnis breitet sich aus, wenn man von Raum zu Raum läuft und sich immer das gleiche Schema wiederholt. Man kommt rein, alle Ausgänge verschliessen sich, man tötet 20 Gegner, Ausgänge wieder offen, nächster Raum, gleiches Szenario. Klar gibt es hier und da auflockernde Szenen, man schiesst auch schon mal mit Pfeil und Bogen und steuert die Pfeile per Sixaxis. Aber selbst das wirkt nach dem dritten Mal nur noch ermüdend.

Um es kurz zu machen, das Gameplay ist einfach nur mittelmässig und zieht das ganze Spiel mit runter. Was schade ist, ich hätte gerne gewusst, wie die Geschichte ausgeht. Andererseits, anhand solch mittelmässiger Spiele lernt man echte Perlen wie Metroid Prime: Corruption erst richtig schätzen.

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