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Henne-Ei

27. September 2010

Es gibt viel zu Kotzen über die Hartz-IV Entscheidung der Regierung von diesem Wochenende, vor dem Hintergrund anderer Entscheidungen der letzten Wochen. Denn im Grunde verhält sich Schwarz-Gelb wie eine Disco-Schlampe Samstag Nacht. Von den breiten Typen mit den dicken Muskeln lässt sie sich nicht lange bitten und macht bereitwillig die Beine breit, um sich blutig ficken zu lassen, während sie die kleinen Schmächtigen weitestgehend ignoriert. So weit, so ekelhaft.

Betrachtet man die Entscheidung, Arbeitslose weiterhin mit Niedrigstsätzen zu erniedrigen, für sich, gehen mir Bilder verhungernder Kinder in Afrika durch den Kopf, während ich das gute Essen ungenutzt wieder hochwürge. Jahrelang hieß es von Schwarz-Gelb, man bräuchte keinen Mindestlohn, weil Hartz IV defacto einen Mindestlohn darstelle. Damit stellte man Arbeitgebern einen Freibrief aus, ihren Angestellten in Bereichen wie dem Discount-Einzelhandel etc. immer weniger zu zahlen. Das wurde stillschweigend gebilligt, trotz aller Lippenbekenntnisse, dass sich Arbeit lohnen müsse. Jetzt, wo die Regierung nach dem Urteil des Verfassungsgerichts gezwungen war, an den Hartz IV Sätzen etwas zu tun, geht sie rotzfrech hin und behauptet, man müsse die Sätze an genau diesen unteren Einkommen orientieren. Dreisterweise stellen sich v.d. Leyen und Kollegen auch noch hin, als würden sie im Namen der Leute sprechen, deren prekären Einkommen man sträflich ignoriert hat.

Wie pervers ist das bitte?!

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2 Discussion to this post

  1. thilo sagt:

    auch wenn der vergleich hart ist, so trifft er doch zu. perversion hoch zehn. frage mich wann die eu sich mal dem problem der aufstocker annimmt, denn im ergebnis ist das nichts anderer als subvention von unternehmen, die miese löhne zahlen.

  2. Marcel sagt:

    im grunde ist das aufstocken ja keine ueble idee. man sollte es aber nur als instrument während wirtschaftlich schlechten zeiten nutzen. ähnlich des kurzarbeitergeldes, aber nicht so willkürlich verlängern.

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