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Mein lächerlicher Führer

10. Januar 2007

Viel wird zur Zeit über den neuen Film von Daniel Levy diskutiert – auch in der Blogosphäre. Darf man über Hitler lachen? Verharmlost man mit so einer Satire nicht den Schrecken des Dritten Reichs? Ein abschliessendes Urteil kann ich mir noch nicht bilden, aber ich gehe davon aus, dass, wenn ich den Film sehe, ich auch herzhaft lachen werde. Wie ich auch schon über Walther Moers Hitler-Comics gelacht habe, die ja in die selbe Kerbe schlagen, wenn auch ungleich profaner.

Was mir jedoch Bauchschmerzen bereitet ist die Berichterstattung über den Film. Viel zu oft wird erwähnt, das Daniel Levy Jude ist. In einer Art und Weise, die den Film entschuldigt, à la: „Der Levy, der ist Jude, der darf sowas“. Vor allem wenn es um die Frage geht, ob der Film nicht eine Verharmlosung darstellt. Das hat so einen bitteren Beigeschmack, als ob man eine Ausrede dafür sucht, falls der Film tatsächlich verharmlosen sollte. Da hätte man auch sagen können, die Holocaust-Konferenz in Tehean wäre okay, es sind ja auch Juden anwesend. Sehr komisch, wenn ihr versteht was ich meine. Als ob es eine Rolle spielt, ob ein Jude, Katholik, Deutscher, Israeli oder sonstwer den Film gemacht hätte. Vielleicht bin ich da auch einfach nur zu sehr Korinthenkacker.

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