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Mikado: Wer kriegt das schwarze Stäbchen?

23. Januar 2007

Nach der Aktion Mikado, in deren Zusammenhang diverse Kreditunternehmen Daten ihrer Kunden auf Bitten der Staatsanwaltschaft durchforstet und passende Datensätze weitergegeben haben, habe ich mir schon mehr oder weniger gedacht, dass der schwarze Peter im Bezug auf die Verletzung des Grundrechts der informationellen Selbstbestimmung von 22 Millionen Kunden wohl eher den Banken zuzuweisen ist. Die Staatsanwaltschafts hat nur lieb gebittet, die Banken haben gerne ausgeholfen. Ich konnte dies bisher nur nicht genau auf den Punkt bringen.

Dies hat nun Unfehlbar.net in aller Ausführlichkeit getan. In dem Artikel wird sehr genau aufgezeigt, dass das eigentliche Fehlverhalten bei den Kreditkartenunternehmen zu suchen und finden ist.

Auszug:
Die Kreditkarteninstitute gerieren sich im Fall “Mikado” als uneigennützige Helfer bei der Verfolgung von Kinderpornografie. Das klingt zunächst nach moralisch hohen Ansprüchen. Doch in Wirklichkeit erschöpft sich das Opfer der Bank in dem Zeitaufwand, den ihre Mitarbeiter erbringen müssen um die gesuchten Datensätze zusammen zu stellen. Die Daten selbst hingegen — also die eigentliche materielle Hilfeleistung, um welche die StA ersucht hat — gehören zum Rechtskreis ihrer Kunden. Die Bank verfügt also gönnerhaft und ohne Not zu einem (vermeintlich?) guten Zweck über fremde Rechte.

Prädikat: lesenswert!

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