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So so, iTunes soll also schuld sein

31. Oktober 2007

Was habe ich vorhin gelacht, als ich las, dass iTunes und somit Apple angeblich die Musikindustrie zerstört hat. Witzig das ausgerechnet von einer Firma wie NBC Universal zu hören, die sich in den letzten Jahren nicht gerade durch wegweisendes Handeln ausgezeichnet hat. Und auch das neueste Webprojekt zeigt wieder zu deutlich, dass die großen Entertainmentfirmen immer noch nicht aus ihren alten Denkmustern ausgebrochen sind. Hulu.com soll ein freies Videoangebot werden, modern, und vor allem mit allen geilen Serien von NBC selber, aber auch von FOX etc. Sauber durchgeführt wäre das die Antwort auf iTunes, YouTube und Co. Ist es aber leider nicht. Denn anstatt den Dienst weltweit zugänglich zu machen, kann man sich außerhalb der USA kein Video anschauen. Selbst innerhalb der USA gibt es Probleme.

Da schlägt sie wieder zu, die alte Denke der Rechtemafia, die meint, den Pöbel mit Restriktionen gefügig zu machen. Und so ist es eben nicht Apples iTunes, dass die alten Riesen zerstört. Nein, das besorgen sie schon von ganz alleine. Die Kommentare hier sprechen Bände.

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4 Discussion to this post

  1. Ola sagt:

    Naja. Zucker regt sich doch über das Preisgefüge auf, dass SpOn das verkürzte Zitat zur Schlagzeile macht ist ja nicht sein Fehler. Klar haben die Majors viel falsch gemacht. Dass aber gerade Apple, ein sowohl vor wie hinter den Kulissen aggressiv auftretendes Unternehmen, immerzu als groovy und locker dargestellt wird kann ich nicht nachvollziehen. Und Rechtemafia? Was soll denn das sein?

  2. Marcel sagt:

    na zucker hat auch mit den preisen nicht recht. die majors haben es jahrelang versaeumt eigene lösungen auf den weg zu bringen und das feld anderen überlassen. dann sich im nachhinein zu beschweren, dass apple soviel marktmacht haette und die majors nichts dabei verdienen ist eher schwach. zumal ein komplettes album zb standardmässig 10 euro kostet, etwas weniger als die vergleichbare cd, aber ohne deren herstellungskosten.

    rechtemafia deshalb, da durch starke restriktionen der nutzungsrechte heftig limitiert werden und so den kd der spass am produkt genommen wird. rechtemafia auch deshalb, weil sich die industrie lieber auf massenklagen beschränkt als proaktiv etwas zu tun und die kunden zu halten.

    ps: es geht hier nicht um apple. das ist, da gebe ich dir recht, ein eigenes thema.

  3. Ola sagt:

    Aber Zucker will doch eben differenzierte Preise. Die Industrie bietet seit Jahrzehnten versch Preiskategorien. Apple nicht. Dass die Majors den digitalen Vertrieb verbimmelt haben ist doch ein ganz anderes Problem. Das Argument mit den € 10 verstehe ich nicht.

    Zur ‚Rechtemafia‘: Restriktionen? Na ist doch völlig normal, schon mal mit der GEMA verhandelt? Oder sind die auch ein Teil der Rechtemafia? Komponisten sehen das anders. Und die Majors tun doch schon lange was, dass es nicht geklappt hat ist doch, siehe oben, ein ganz anderes Problem.

    Ich finde es auch dämlich wenn die Majors rumjammern. Alle Nase lang ein anderes DRM ist auch doof. Aber ‚Rechtemafia‘ klingt immer so nach ‚es ist nicht legitim für seine Rechte Geld zu verlangen‘. Und das sehe ich anders.

  4. Marcel sagt:

    du findest es also völlig normal, dass us dvds hier nicht abgespielt werden können, unter umständen günstiger sind und dann auch noch mehr inhalt aufweisen? nur als ein beispiel für sinnlose restriktionen.

    dass die majors es verbimmelt haben hängt eng mit der rede von zucker zusammen. früher konnten die majors die preise diktieren. da sie direkten zugang zum markt hatten. heute steht dazwischen eine hürde. die heisst apple, aber auch amazon oder musicload. jetzt leiden sie, aber das ist bestimmt nicht apples schuld. Jeder der Majors kann von Apple weg, andere Kanäle suchen und aufbauen. Sollen sie das halt machen. Dann können sie auch differenzierte sprich höhere Preise durchsetzen. Aber das kriegen sie ja bisher nicht hin.

    das argument mit 10 euro ist so gemeint: ne cd kostet heute irgend 12-13 euro. im durchschnitt. das gleiche album kostet bei itunes 10 euro. ist also 2-3 euro günstiger, aber weder booklet noch cd selber etc müssen produziert werden. ausserdem habe ich heute irgendwo gelesen, dass apple 70% des preises an den rechteinhaber weitergibt. dh im grunde sind die preise nicht soooo schlecht für majors. sie sind gefallen, ja, aber das mussten sie auch. ich kann mich noch an zeiten erinnern da habe ich für ein album 38 D-Mark bezahlt.

    Ich bin niemand, der sagt, alles für alle und zwar umsonst. Meine MP3 Playlist umfasst eigentlich nur Originale, entweder selber gerippt, oder bei iTunes gekauft. Rechteinhaber haben das Recht auf die Einnahmen, keine Frage. Die Art wie sie es durchsetzen, gegen Windmühlen laufen und teilweise die Kd durch Kopierschutz, DRM, und andere Restriktionen gängeln stösst mir sauer auf. Und dazu zum Teil noch Mondpreise verlangen.

    edit: GEMA ist manchmal auch nicht ganz sauber.

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