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Stranglehold

22. September 2007

Spontan habe ich mir Stranglehold die Tage besorgt. Meine Xbox brauchte etwas für Zwischendurch bis Bioshock endlich aus Österreich ankam. Und „Etwas für Zwischendurch“ beschreibt das Spiel sehr gut. Kurzweilig, ohne großartige Tiefe. Dafür mit einer tollen Präsentation.

Als das Spiel angekündigt wurde und die ersten Screenshots und Videos auftauchten, dachte ich zuerst an eine Art Max Payne. Doch trotz vieler Ähnlichkeiten wie dem etwas düsteren Setting und der Bullet-Time ist dem gar nicht so. Stranglehold ist ein maximal 6-7 stündiges Actionfeuerwerk ohne den Tiefgang, der Max Payne letztendlich so gut gemacht hat. Die Story ist vernachlässigbar. Man kämpft sich von Raum zu Raum, Level zu Level, nutzt die diversen Waffen sowie die Umgebung, um der Horden an Gegnern Herr zu werden. Das ist, trotz der tollen Grafik und den gelungenen Effekten, alles im Grunde etwas altbacken.

Was das Spiel aber auf jeden Fall schafft, ist den Spieler in einen reinrassigen Actionfilm zu versetzen. Überall zersplittern die Gegenstände, werden Wände durchschossen, gibt es Möglichkeiten, besonders „stylisch“ durch das Spiel zu räubern. Seine besten Momente hat das Spiel, wenn man gegen einen Betonbalken lehnt, links und rechts Teile des Balkens absplittern, man einen vorsichtigen Blick um die Ecke wagt, um einen Gegner auszuschalten. Dann ist Stranglehold stark und versetzt in den Spieler gut in das Geschehen. Dadurch, dass so gut wie alles in dem Spiel (realistisch) zerstörbar ist und sich die Umgebung auch als Waffe gegen die Gegner einsetzen lässt, gibt es viele Möglichkeiten, eine Situation zu meistern. Vor allem darin liegt auch die Motivation, das Spiel ein zweites Mal zu spielen.

Wenn da nicht die Mankos wären. Die Steuerung ist ein ums andere Mal sehr hakelig. Es kommt nicht selten vor, dass man stirbt, nur weil die kontextsensitive Steuerung mal wieder versagt hat. Des Weiteren sind die Bossfights viel zu einfach. Im Vergleich zu den Massen an Gegnern, die einem während der Level zugeworfen werden, sind die Endgegner geradezu Peanuts. Die Story vermag nicht zu begeistern und mancher FPS-Einbruch ist absolut nicht nachzuvollziehen.

Im Endeffekt also ein kurzweiliger Spaß, aber ganz bestimmt nicht der Überhit. Es geht ums Ballern, und dabei gut aussehen. Nicht mehr und nicht weniger. Es macht jedoch Appetit auf mehr. Zum Beispiel ein neues Max Payne? Alan Wake soll ja in die Richtung gehen.

PS.:Finger weg von der deutschen Version! Ich habe leider den Fehler begangen und das Spiel spontan im Saturn geholt. Das Spiel ist geschnitten (obwohl USK18), und dies hat auch den ein oder anderen Bug mitgebracht. Wer die Demo auf der GC gesehen hat (war im Übrigen auch USK18), wird sich bestimmt an die, für John Woo typischen, Blutfontänen erinnern. Die sind dem Zensor zum Opfer gefallen. Besonders konsequent war man dabei aber nicht, denn alle Zwischensequenzen triefen weiterhin vor Blut. Außerdem wurden Teile der Ragdoll-Effekte deaktiviert. Wenn nun ein Gegner zu Boden fällt, kann er danach nicht mehr bewegt oä. werden. Im Grunde nicht weiter schlimm. Dies führt aber dazu, dass man Gegner nicht verletzten kann, wenn man sie zu Boden geschlagen hat. Man muss also warten, bis sie wieder aufgestanden sind. Das kann nerven, wenn im finalen Level 5-10 Gegner gleichzeitig um einen herumtanzen. Als finaler Bug sei noch zu erwähnen, dass Tequila manchmal einfach anfängt, auf Englisch zu reden. Fazit: Lieber in Österreich bestellen!

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