Gewitter

Gewitter über der Peterskirche. Schaurig schön.

Schwerverletzte

Da liegt Sie, schwer verletzt. Die Gabel ist gebrochen, das vordere Laufrad eiert. Tiefe Kratzer an Pedale und Lenker. Dabei hatte der Tag doch so gut begonnen. Sie trug mich flink über die Landstraßen südlich von Leipzig, vom Cospudener See über Pegau, Elau und Störmthal zum Markkleeberger See. Eine Tour geprägt von restaurierten Dorfkernen und verlassenen Braunkohletagebauten und sie umgebende Brachen.

Doch dann bei Kilometer 85, Bornaische Straße stadteinwärts, erwischte es Sie (und mich) auf einer Kreuzung, als ein giftgrüner Kleinwagen Ihre Vorfahrt missachtete und seitlich in uns krachte. Gabel gebrochen, das vordere Laufrad einige Meter weg, ein Trauerspiel. Sie ist noch nicht mal ein Jahr alt, hoffentlich kommen noch einige hinzu.

Mir geht es derweil ganz gut, bis auf ein paar blaue Flecken. Mich trifft an dem Unfall keine Schuld, ich fuhr gerade an einem Vorfahrtszeichen vorbei, als die Fahrerin des Autos mir diese nahm. Meine erste Handlung war der Kuss auf den Helm, denn ich bin mit Kopf und Schulter auf der Motorhaube aufgeschlagen. 200 sehr gut investierte Euro. Sie hat zwar nicht gesagt, wie sie mich übersehen konnte, aber ich vermute mal, sie hat (wie es so oft passiert) meine Geschwindigkeit unterschätzt. Aber gut, das soll mir egal sein, darum müssen sich jetzt Anwalt und Versicherung kümmern.

Platz nehmen gegen Nazis am 20.8.

Wer es nicht mitbekommen haben sollte: NPD und andere braune Haufen wollten morgen vor dem Völkerschlachtdenkmal eine Veranstaltung abhalten. Daraus wird nichts. Zunächst wurde dieser Aufmarsch inklusive Gegenaktionen von der Stadt Leipzig verboten. Heute hat dann das Verwaltungsgericht Leipzig entschieden, dass der braune Haufen an der Ostseite des Hauptbahnhofs aufmarschieren darf. Gegenproteste wurden dort in Hör- & Sehweite ebenso gestattet. Also: same procedure as last year!

Aktuelle Infos dazu und mehr gibt es wie immer beim Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz. Da wir aber alle wissen, wie das ist, vor Gericht und auf hoher See und so, kann sich alles wieder ändern. Deshalb immer schön dem Hashtag #platznehmen folgen.

Die Stiftung Völkerschlachtdenkmal hat sich derweil etwas sehr schönes einfallen lassen (via):